next up previous contents
Nächste Seite: Verkabelung Aufwärts: FDDI Vorherige Seite: Zugriffsverfahren   Inhalt

Topologie

FDDI basiert in der Regel auf Lichtleitern als Übertragungsmedium. Die Übertragungsrate ist 100 Mbit/s. Anders als Ethernet ist FDDI keine Bus-Topologie, sondern eine Doppel-Ring-Topologie. Die Maximalanzahl der Anschlüsse ist 1.000, also 500 Stationen mit Doppelanschluss (DAS) oder einer geringeren Anzahl von Stationen (abhängig von der Anzahl der anderen FDDI-Knoten) mit Einfachanschluss (SAS), da diese zwar nur einen einzelnen eigenen Anschluss haben, aber immer auch einen Anschluss an einen Konzentrator erfordern. Der Maximalabstand zwischen zwei Stationen liegt bei 2 km, die maximal erlaubte Länge (Umfang) eines Rings beträgt 100 km. Im Normalfall werden die Daten auf dem Primärring übertragen. Bei einer Unterbrechung dieses primären Rings bemerkt die Station vor der Unterbrechung den Fehler und überträgt den Datenblock auf den Anschluss des sekundären Rings. Der Ausgang des sekundären Rings ist nicht mit derselben Station verbunden wie der primäre, sondern mit der jeweils letzten Station rückwärts, also in der Gegenrichtung. Das Datenpaket läuft so Station für Station durch den Ring zurück (unbearbeitet), bis es die andern Seite der Unterbrechungsstelle erreicht. Die Station dort hat ebenso die Unterbrechung erkannt und setzt das Paket wieder in der ursprünglichen Richtung auf den primären Ring auf. Die unterbrochene Stelle wird auf diese Weise überbrückt. Das Auftrennen des Rings an einer einzelnen Stelle führt also nicht zu einer Unterbrechung des Netzes. Gleiches gilt beim Totalausfall einer Station, die von den beiden benachbarten Stationen überbrückt wird. Fällt gleichzeitig eine zweite Station aus, so zerfällt der Ring in zwei Teilringe. Diese Fehlersituation kann durch optische Bypass-Relais verhindert werden, wobei jedoch auf die maximal zulässigen Distanzen zwischen den Stationen geachtet werden muss. Doch ein Ring kann nicht nur aus einzelnen Stationen, sondern auch aus Bäumen von Stationen (Baumtopologie) gebildet werden. Alle neueren FDDI-Geräte unterstützen auch Dual Homing. Beim Dual Homing hat ein FDDI-Gerät je eine Verbindung zu zwei FDDI- Konzentratoren auf der nächsthöheren Ebene des Baumes. Es ist jedoch nur eine Verbindung aktiv, die andere ist im Standby-Mode.
next up previous contents
Nächste Seite: Verkabelung Aufwärts: FDDI Vorherige Seite: Zugriffsverfahren   Inhalt
Yasar Arman
2000-05-15