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Verkabelung

100BASE-T IEEE802.3u basiert ebenso wie 10BASE-T oder 10BASE-F auf reinen Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Zu beachten ist, daß kein Koaxial-Kabel unterstützt wird. Das hat zur Folge, daß die Entscheidung für Fast Ethernet in viele Fällen mit einer Neuverkabelung verbunden ist, da in Europa ThinWire immer noch sehr verbreitet ist. Aber auch jede andere schnelle Netzwerktechnologie wie FDDI, ATM oder Gigabit Ethernet setzen eine strukturierte Verkabelung4.3 voraus. 100BASE-T unterstützt drei 'physical layers', zwei davon definieren TwistedPair Kabel mit einer maximalen Länge von 100 m und die dritte Multimode (412 m, 2000 m im Full Duplex Mode) oder Singlemode Lichtleiter (10.000 m oder mehr). 100BASE-TX: Setzt 2-paariges UTP Kategorie 5 oder IBM STP Typ 1 Kabel voraus aufgrund der höheren Frequenz. Die Signalfrequenz beträgt eigentlich 125 MHz, sie wird aber mittels Multi-Level Transmission-3 (MLT-3) Verfahren reduziert, so dass über das Kabel nur eine Frequenz von 41.6 MHz geht. Im Vergleich dazu ist bei 10BASE-T diese Signalfrequenz 20 MHz, was den Einsatz von Kategorie 3 UTP Kabel ermöglicht. Mit einer 4-paarigen UTP-5 Verkabelung ist optional Full Duplex-Betrieb (200 Mbit/s) möglich, sofern beide Seiten dies unterstützen. Full Duplex ist zwischen Endstationen und Switch bzw. Switch zu Switch Verbindungen möglich. Die maximale Länge eines TwistedPair- Segments beträgt aufgrund der maximal zulässigen Dämpfung 100 m. Für 100BASE-TX wurde der achtpolige RJ45-Stecker von 10BASE-T übernommen. 100BASE-T4: 100BASE-T4 ist eigentlich der einzig neue PHY Standard, der für 100BASE-T Fast Ethernet definiert werden musste, da 100BASE-TX und 100BASE-FX dem ANSI FDDI entnommen wurde. 1008ASE-T4 wurde entwickelt aufgrund der grossen in Nordamerika installierten Basis an UTP Kabel der Kategorie 3. 100BASE-T4 unterstützt 4-paarige ungeschirmte TwistedPair Kabel (UTP) der Kategorie 3, 4, 5. Damit Kategorie 3 Kabel eingese  werden kann erfolgt bei 100BASE-T4 die Übertragung der Signale über drei Datenleitungen. Dadurch wird erreicht, daß die Übertragungsfrequenz max. 25 MHz betrgt. Die vierte Leitung wird für die Kollisionserkennung verwendet. Bei 100BASE-T4 ist kein Full Duplex möglich, da keine getrennte Sende- und Empfangsleitung wie bei 100BASE-TX/FX vorhanden ist. Die maximale Länge eines TwistedPair- Segments beträgt aufgrund der maximal zulässigen Dämpfung 100 m. Auch bei 100BASE-T4 kommt der gleiche RJ45 Stecker zum Einsatz wie bei 10BASE-T und 100BASE-TX. 100BASE-FX: 100BASE-FX spezifiziert einpaarige Lichtleiterkabel (multimode oder singlemode). Die maximale Länge von Lichtleiter Segmenten variiert je nach eingesetzten Komponenten. Einen Überblick über die festgelegten Längen gibt die Tabelle 4.1. Für eine Switch zu Switch- oder Switch zu Adapter-Verbindung sind maximal 412 m über ein Mutimode-Kabel erlaubt. Ist Full Duplex möglich, kann die Distanz bis zu 2.000 m erhöht werden. Mit singlemode Kabel können im Full Duplex Modus bis zu 10.000 m überbrückt werden. Da wie oben schon erwähnt der 100BASE-FX Standard dem ANSI FDDI entspricht, können sowohl der MIC/FDDI und der ST-Stecker eingesetzt werden. Empfohlen wird aber der kostengünstigere SC-Stecker der bei ATM und inzwischen auch bei FDDI Verwendung findet. Das sogenannte Media Independent Interface (MII) ist das Gegenstück zur AUI-Schnittstelle bei 10 MBit/s Ethernet. MII-Transceiver stellen die Verbindung her zwischen der 40poligen MII-Buchse und einem beliebigen Fast Ethernet Kabelmedium, also Twisted Pair (T4 und Kategorie 5 STP) bzw. Lichtleiter (SC und ST Anschluß). Der Anwender hat also die Option, Fast Ethernet Geräte mit MII-Buchse mit seinem bevorzugten Kabelmedium zu verbinden.
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Yasar Arman
2000-05-15