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1000BASE-T Gigabit Ethernet

Nachdem Fast Ethernet Produkte vorn Markt sehr gut aufgenommen werden, und in vielen Installationen Fast Ethernet bis zum Desktop reicht, haben manche Netzwerkbetreiber Bedarf nach einer schnelleren Backbone-Technologie, die einfach zu implementieren und auch noch kostengünstig ist. Bisher war ATM die einzige Möglichkeit, um ein noch schnelleres Backbone aufzubauen. Der Einsatz von ATM erfordert jedoch einen erheblichen Aufwand bei der Hardware und Software, denn ATM ist eine grundlegend andere Technologie als Ethernet. Im Mai 1996 hat sich eine Gigabit-Ethernet-Allianz (GEA) zusammengefunden, unter den Gründungsmitgliedern sind namhafte Hersteller wie 3Com, Cisco, Sun Microsystems, Bay Networks und Intel. Mittlerweile haben sich über 100 Hersteller in der GEA zusammengeschlossen. Ziel der GEA ist es, in Zusammenarbeit mit der IEEE einen Gigabit-Ethernet-Standard unter dem Namen IEEE 802.3z zu entwickeln. Die Standardisierungephase von 1000BASE-T wird voraussichtlich Anfang 1998 abgeschlossen sein. Erste Gigabit Ethernet Produkte wurden in 1997 bereits vorgestellt. Auf der Networld+Interop im Oktober 1997 haben 24 Hersteller von Gigabit Ethernet Komponenten die Interoperabilität ihrer Produkte unter Beweis gestellt. Neben der höheren Bandbreite bei Gigabit Ethernet ergeben sich für den Anwender noch weitere Vorteile: Da der Aufbau der Datenpakete und das Zugrifteverfahren identisch mit Ethernet bzw. Fast Ethernet ist, sind praktisch keine Änderungen an Management-Software, Netzwerkbetriebssystem und Anwendungsprogrammen erforderlich. Dadurch reduziert sich auch der Umstellungs- und Schulungsaufwand erheblich.

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Yasar Arman
2000-05-15