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Verkabelung

Ziel der GEA ist es, Gigabit Ethernet soweit wie möglich auf bereits installiertem Kabel (UTP/Fiber) einzusetzen. Allerdings gibt es Einschränkungen bezüglich der Kabellängen. Wie auch bei Fast Ethernet basiert die Verkabelung auf Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Auf der physikalischen Schicht gibt es zwei unterschiedliche Kabelmedien: Multi- und Singlemode Lichtleiter: Als Lichtleiter kommen sowohl Singlemodekabel wie auch Multimodekabel zum Einsatz. Die maximalen Längen sind 3.000 Meter für Singlemode. und 550 Meter für Multimodekabel. 1000BASE-SW verwendet Low-cost Multimodekabel, das in hotizontalen, kurzen Backboneverbindungen zum Einsatz kommen soll. 1000BASE-SX bietet maximale Längen von 550 m (50 micron LWL) und 260 m (62,5 micron LWL). 1000BASE-LX verwendet hochwertigem Lichtleiterkabel und erreicht mit Singlemode-LWL 3.000 m, mit Multimodekabel sind Entfernungen von 550 m (50 micron LWL) bzw. 440 m (62,5 micron LWL) überbrückbar. 1000BASE-LX eignet sich somit für längere Multimode-Backbones und Singlemode Campus Backbones. Kupferbasierende Kabelverbindungen: 1000BASE-CX definiert Verbindungen über ein IBM STP Typ 1 Kabel. Durch die Beschränkung auf maximal 25 m eignet es sich zum Überbrücken kurzer Entfernungen, also etwa zum Verbinden von Erndgeräten oder in Schalträumen. 1000BASE-T verwendet Kategorie 5 Twisted Pair Kabel und überbrückt Entfernungen von bis zu 100 m. Der grosse Vorteil von 1000BASE-T ist, daß bereits vorhandene Kabelinfrastruktur, soweit sie den Anforderungen von Kategorie 5 erfüllt, für Gigabit Ethernet weiterverwendet werden kann. Die Übertragung soll über die vier Paare des Kategorie 5 Twisted Pair Kabel erfolgen. Die Entwicklung von 1000BASE-T ist noch nicht abgeschlossen. Eine Spezifikation für eine medienunabhängige Schnittstelle (GMII= Gigabit Media Independent Interface) ist geplant. Damit ist es möglich, Gigabit Geräte in eine heterogene Infrastruktur einzubinden.
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Yasar Arman
2000-05-15